SC Weisbach – TS Mosbach 2 4:3

(be/oi) Gegen den Tabellenführer aus Mosbach zeigte die ersatzgeschwächte Weisbacher Mannschaft eine begeisternde Leistung. Von Beginn an wurde die spielerische Überlegenheit der Gäste durch hohe Laufbereitschaft ausgeglichen. Bereits in der sechsten Minute konnte Paul Heisner nur durch ein Foul gestoppt werden und Tim Ebert verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:0. Fast im Gegenzug der Ausgleich nach einer tollen Einzelleistung. In der heiß umkämpften Partie ging Weisbach durch Tim Ebert mit einem weiteren Foulelfmeter in der 20.Minute wieder in Führung, nachdem Marvin Ebert vom Torwart von den Beinen geholt wurde. In den folgenden 10 Minuten hatte Türkspor seine stärkste Phase und ging mit zwei schön herausgespielten Toren in Führung. Wer nun dachte, das Spiel kippt komplett in eine Richtung sah sich getäuscht. Nach einer Flanke in den 16 Meter Raum überlistete Luca Ihrig mit einer Körpertäuschung seinen Gegenspieler und erzielte mit einem Flachschuss in der 35. Minute das 3:3.

In der zweiten Hälfte beruhigte sich zunächst das Geschehen und spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. In der 74.Minute lief Paul Heisner nach Pass von Marvin Ebert alleine auf den Torhüter zu und den eher harmlosen Schuss ließ der Torhüter durch die Beine zum 4:3 ins Tor kullern. Anschließend drängte Türkspor heftig auf den Ausgleich und die größte Chance dazu vereitelte Weisbachs Torhüter Alexander Gebhard mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der 83.Minute. In der hektischen Schlussphase schwächste sich Türkspor noch durch eine Rote Karte und so blieb es beim umjubelten Weisbacher Sieg.

Daniel Schmitt ist Vizemeister im Tauben Jungflug

Daniel Schmitt und Yvette Dörflinger schicken ihre Tauben auf einen Übungsflug. (Foto: M. Hofherr) Waldbrunn.

(jh) Seit seinem 15. Lebensjahr ist Daniel Schmitt aus Weisbach leidenschaftlicher Brieftaubenzüchter. Was mit den Tauben seines Vaters Matthias Schmitt begann, gipfelte nun in einem beeindruckenden Erfolg. Gemeinsam mit seiner Partnerin Yvette Dörflinger errang Daniel Schmitt den Titel des 2. Deutschen Meisters im Jungflug.

Besonders in Waldbrunns Ortsteil Weisbach sind die Tiere oft zu sehen. Hier, auf dem elterlichen Grundstück, haben die beiden ihren Heimatschlag, in dem sie ihre Tauben, auch „Pferde der Lüfte“ genannt, züchten und pflegen.

Jede freie Minute widmet das Paar seinen Tauben. Neben der täglichen Versorgung der Tiere nehmen die Auswahl der Zuchtpartner und die Teilnahme an Wettflügen viel Zeit in Anspruch. „Die Wettflugsaison ist aber die schönste Zeit des Jahres“, schwärmen beide. „An Flugtagen den Himmel zu beobachten, mit zu fiebern, wann die Tauben eintreffen, sie in Empfang zu nehmen und sich mit Vereinskollegen auszutauschen, ist einfach toll und immer wieder lehrreich.“

Daniel Schmitt ist besonders von den Fähigkeiten der Tiere fasziniert. „Ihr Orientierungssinn ist legendär, und ihre sogenannte Schlagliebe – also die Treue zum Heimatschlag – beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue.“ Diese Fähigkeiten, so Schmitt, wurden in der Vergangenheit im Postwesen und sogar in den Weltkriegen zur Nachrichtenübermittlung genutzt.

Beruflich ist Daniel Schmitt als Werkspolier einer Baufirma tätig, Yvette Dörflinger arbeitet als Laborantin in einer Klinik. Bei ihrem zeitintensiven Hobby schätzen die beiden die Unterstützung ihrer Familien. „Unsere Familie packt immer mit an, wenn es nötig ist“, betont Dörflinger. Auch die jüngsten Familienmitglieder, darunter Nichte Annabell und die Neffen Anton, Lio und Samuel, sind schon mit Herzblut dabei. „Sie wachsen quasi in die Taubenzucht hinein und teilen unsere Leidenschaft“, erzählt sie stolz.

Bürgermeister Markus Haas und die gesamte Verwaltung gratulierten den beiden zu ihrem großen Erfolg. „Wir wünschen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und Freude mit diesem besonderen Hobby“, ließ der Rathauschef verlauten.

Für weitere Informationen zum Taubensport stehen Daniel Schmitt unter 0175-2025861 oder der Brieftaubenverein 07319 „Edle Taube“ in Krumbach unter 06287/789 zur Verfügung.

Quelle: www.katzenpfad.de

Foto: M. Hofherr

Waldbrunn von Windparks umzingelt?

Kein Ansprechpartner aus Mosbach vertreten

(jh) Vor einigen Monaten unterzeichneten die Stadt Mosbach, die Evangelische Stiftung Pflege Schönau sowie die Iqony GmbH Gestattungsverträge, die es dem Windkraftprojektierer erlaubt, im Distrikt Michelherd den Windpark Mosbach zu errichten.

Von dem Bau betroffen sind neben Mosbach auch die Gemeinden Waldbrunn, Limbach und Fahrenbach, weshalb Pressesprecher Daniel Mühlenfeld, Projektleiter Dennis Nilles und Geschäftsführer Karsten Hilt von der Iqony GmbH, am Mittwoch in Weisbach den aktuellen Planungsstand präsentierten.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Markus Haas stellte Pressesprecher Daniel Mühlenfeld zunächste das Unternehmen vor, das seit mehr als zehn Jahren Windparks entwickelt. Dabei betonte Mühlenfeld, dass Iqony den Park nicht nur plane, baue, sondern auch mindestens 25 Jahre lang selbst betreiben werde. Derzeit betreibe das Unternehmen Windparks mit einer installierten Leistung von 398 MW, 600 MW seien in Planung. Zuletzt sei 2022 ein Projekt in Betrieb genommen worden.

Die Vorstellung des Windparks Mosbach übernahm anschließend Projektleiter Dennis Nilles. Bis Ende 2028 sollen dort, nach derzeitigen Stand, neun Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 179 Metern und einer Gesamthöhe von 267 Metern errichtet werden. Die Leistung des Parks wird bei 61 MW liegen.

Bei einer Windgeschwindigkeit von 6,1 m/s auf Nabenhöhe, ist eine Strommenge von 142 GWh im Jahr zu erwarten. Damit will der Projektierer etwa 45.000 Haushalte versorgen. Dadurch werden jährlich 54.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart. Die Einspeisung erfolge am Flugplatz in Lohrbach.

Neben den Pachteinnahmen, zu denen Daniel Mühlfeld keine Angaben machen wollte, beteiligt die Iqony GmbH die angrenzenden Gemeinden mit 0,2 Cent/kWh. Außerdem seien Bürgerbeteiligungsmodelle möglich, darunter in Form von Beteiligungen oder im Rahmen von Bürgerstrommodellen.

Die Windparkflächen sind zwischen 880 (Fahrenbach) und 1.800 Meter (Mülben) von der Wohnbebauung entfernt. Die Windmessungen, die ein Jahr laufen, wurden bereits aufgenommen. Außerdem werden Natur- und Artenschutzgutachten noch diesen Monat begonnen. Mit den Fachleuten vom Forst habe man bereits geeignete Standorte im Bereich der Entwurfsfläche bzw. der im Regionalplan beantragten Erweiterungsfläche gefunden.

Da man Wert auf gute Nachbarschaft lege, werde man stets weitere Informationsveranstaltungen durchführen, versprach Daniel Mühlenfeld den anwesenden Bürgern. Eine eigene Internetseite sowie ein Newsletter werden ebenso angeboten.

Bei der anschließenden Fragerunde wurde scharf kritisiert, dass kein Ansprechpartner aus Mosbach nach Waldbrunn gekommen ist. Gerne hätte man kritische Nachfragen zur Realisierung des Windparks gestellt. Pressesprecher Mühlenfeld ließ die Anwesenden wissen, dass bei den Terminen in Limbach (04. Dezmeber) und Fahrenbach (12. Dezember) auf jeden Fall Vertreter der Stadt Mosbach dabei sein werden. Auch fehlenden Visualisierungen wurden bemängelt. Darauf haben man allerdings verzichtet, so Mühlenfeld, da die endgültigen Standorte nicht feststehen.

Darüber hinaus wurden Fragen zum Schallschutz, zur Speicherung des erzeugten Stroms und zu diversen Gutachten gestellt und beantwortet. Fragen der Vertreter des Luftsportvereins Hoher Odenwald wird das Unternehmen in einem gesonderten Termin besprechen, versprach Pressesprecher Daniel Mühlenfeld.

Quelle: www.katzenpfad.de